Freitag, 27. Juni 2008

Eindrücke (III)

Inzwischen hat sich auch einer unserer ehemaligen Lehrer zu Wort gemeldet und seine ganz eigenen Eindrücke vom grossen Fest aufgeschrieben. Das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Lieber Thomas K., liebe Ehemalige,

zunächst bekenne ich zwei Dinge: 1. meine grundsätzliche Überlegung an dem Abend war so, wenn es ein üblicher Abend wird, kannst Du wieder um 9 zu Hause sein und 2. man sollte schon noch seine Neugier zufriedenstellen und mal schauen, wer kommt und wie die, die kommen, eigentlich ausschauen und was sie so machen und überhaupt ... Aber es kam alles ganz anders. Das erste Problem hatte mit der 20-jährigen Abiturfeier nichts zu tun, es war familiär. Mein Sohn hatte mit dem ASV Bildechingen - in dessen Sportheim die Feier stattfand - am gleichen Abend den Abschluss der Fußballsaison gefeiert. Das Problem war, wer fährt wen mit wessen Auto heim. Der kleine Bär hat dann den großen Bär nach Hause gefahren - um ca. halb zwei. Dass es so spät wurde, hat viele Gründe: dass es überhaupt ein Progamm gab und so ein gutes dazu: das ist überhaupt nicht normal und vor allem Thomas K. und seinen Mitstreitern zu verdanken, die musikalische Grundlage ( "zwei Töne, toll" (Andreas W.)) war für mich als extem musikalischem Menschen genau passend, die Lederhose war dem bayerischen Musikanten auf den Leib geschnitten, der damalige Scheffelpreisträger Uwe A. hielt wieder eine preiswürdige Rede, die Bilder aus dem Beamervortrag stammten in erster Linie aus "außerunterrichtlichen Veranstaltungen" (mit dem 8-jährigen Gymnasium wird diskutiert, ob man diese Veranstaltungen nicht reduzieren muss), in dem Vortrag wurde dokumentiert, dass der damalige Lehrer Volkhard B. mit seiner bekannten Schwäche für die Luftfahrt während der Studienfahrt nach Hamburg auch mal fülligeres Haar hatte ... Das Organisationskommite ("OK") hatte den Abend sehr gut vorbereitet. Wobei ich mir sicher bin, der Superlativ "sehr gut" trifft die Wertung dieses Abends nur ungenügend. Die Vorbereitung ist besonders schwierig hinzukriegen, da man sich ja nur per Email oder Telefon oder Skype oder sonst irgendwie verständigen konnte. Apropos Skype: Von dieser Feier hatte ich von Christiane R.'s Vater erfahren, dem ich auch gleich beigebogen hatte, ich wäre gern dabei. Anschließend skypte er mit seiner Tochter nach Australien, die wiederum umgehend Thomas K. in der Schweiz von meinem Wunsch wissen ließ. Der wiederum schickte mir ein Email. So was nennt man "Globalisierung achdaaachzg". Ohne irgendeine Wertung treffen zu wollen, möchte ich aber zwei Begegnungen besonders hervorheben. Zum einen begrüsste mich am Samstagabend ein mir zunächst unbekannter Mensch sehr freundlich. Etliche Zeit und mehrere Ansprechversuche später stellte sich heraus, dass er Andreas K. heißt. Viele Momente gemeinsamen Lebens erschienen schlagartig vor meinem inneren Auge: Nachfragen, insistierende Fragen und Fragen nach dem "warum überhaupt". Nachdem Andreas K. seinen Berufsweg schildert und es klar ist, dass er immer danach trachtete, in der Forschung zu bleiben und es auch verwirklichen konnte, werde ich für mich und meine restlichen Berufsjahre in meine Agenda aufnehmen: Auch wenn die Zeit noch so mangelt, sei geduldig und beantworte jede Schülerfrage ... Eine Begegnung hat schriftlich stattgefunden, aber um so intensiver. Angelika R.'s Brief und die Schilderung eines Lebens bei unseren Nachbarn hat mich sehr beeindruckt, nachdenklich gemacht und ob ihrer insgesamt positiven Grundst immung trotzdem zum Lachen gebracht. Ich habe von diesem Abend viele Dinge nach Hause gebracht. Ein Ding ist immer die Grundfrage, wofür man als Lehrer schafft. Sicher kann man es sich als Lehrer nicht persönlich zurechnen, wenn "aus seinen Schülern was geworden ist". Aber ich kann Ihnen versichern, dass es für einen Lehrer eine Freude ist, wenn er in großen Zeitschritten von positiven Veränderungen erfährt und diese Zeitpunkte an der Schulzeit festgemacht werden ... Alles in allem: ein Abend mit mit ausnahmslos schönen Begegnungen. Ich bedanke mich bei Ihnen allen und wünsche Ihnen allen eine glückliche Zeit.

Volkhard B.

Sonntag, 22. Juni 2008

Eindrücke (II)

Ein weiterer Bericht, dieses Mal von Andreas W., der uns nach der 10. Klasse verlassen hatte, wie einige andere dennoch den Weg nach Bildechingen gefunden hat.

Als die Einladung im März kam, mischte sich unter die große Freude auch eine sanfte Spur Skepsis, die ich am Festmorgen meiner Frau gegenüber folgendermaßen zum Ausdruck brachte: "Wenn ich heute Mittag wieder da bin, dann hat mich keiner erkannt, ansonsten bleibe ich." Da ich ja nur drei Jahre bis zur zehnten Klasse in euren Reihen war, meine Karriere ja auch völlig anders hätte verlaufen können (eine frühere Lateinlehrerin hat mich nach Jahren beglückwünscht, dass aus mir doch noch etwas geworden ist), war ich am Tag selber wahnsinnig aufgeregt. Mit der reinen Wiedersehensfreude kamen auch verschiedene andere Erinnerungen hoch. Was, wenn die anderen nur an diese Dinge sich erinnern? Aber es kam erstens anders und zweitens wie ich es mir gedacht habe. 20, bzw. bei mir 23 Jahre waren wie weg gewischt, ein völlig zwangloses Aufeinanderzugehen, kurzum: Als ob die 20 Jahre nie dazwischen gewesen wären. Die Führung durchs Gymnasium war wie eine Führung durch die erste Horber Zeit, zum Teil waren die Räumlichkeiten nicht wieder zu erkennen. Die anschließende Wanderung war ja wirklich herzerfrischend. Als mittlerweile an städtischen Umgang gewohnter Mensch, erschien bei der Einkehr in Mühlen die rustikal unbeschwerte Freundlichkeit fast wieder als etwas Fremdes, aber: Herzerfrischend. Und das Wiedersehen mit den Lehrern: Die Gespräche mit Herbert Ade, Herrn Gnannt und den anderen Lehrern - unglaublich, was die noch alles wußten ... uiuiui ... Es war ein rundum wunderschöner Tag, der mich lange beschäftigt hat: Gespräche, Erinnerungen ... Nein, der Tag war nicht nur schön, das ging tiefer. Deswegen mein allerherzlichster Dank an die Initiatoren, Organisatoren und Veranstalter. Hoffentlich nicht bis erst in 10 Jahren.

Herzliche Grüsse, Andreas

Mittwoch, 18. Juni 2008

Eindrücke (I)

Ich hatte darum gebeten, Eure Eindrücke vom Fest aufzuschreiben, um diese über unsere Internet-Seite den Anderen zur Verfügung stellen. Astrid ist diesem Aufruf gefolgt und hat uns einen ganz tollen Text zur Verfügung gestellt. Ich glaube so oder so ähnlich ist es vielen von uns gegangen. Vielen Dank, Astrid! Wer sonst noch Lust und Zeit hat ... E-Mail genügt. Ich würde mich freuen, wenn wir noch das eine oder andere hier veröffentlichen könnten.

Haben wir wirklich 20 Jahre benoetigt, um uns auf diese Weise begegnen zu koennen? Mir schien, als seien auf einmal alte Vorurteile, Klassenzugehoerigkeiten, Vorbehalte, Schubladendenken nicht mehr von Bedeutung. Schoen, sich auf diese Weise begegnen zu koennen. Die Stimmung war voller Vorfreude, Interesse, Erstaunen, Wohlwollen und romantischem Rueckblick!!! Als die Vorankuendigung zum Fest kam, habe ich mich riesig gefreut. Fuer mich war klar, da moechte ich dabei sein. Aber irgendwie hat es auch so einige Gedanken in Bewegung gebracht. Schon nur allein die Suche nach den alten Schulfotos war eine Reise in die Vergangenheit. Und dann war da die grosse Neugier, was das Leben aus den Menschen in 20 Jahren gemacht hat. Aber was hatte das Leben eigentlich mit mir gemacht in diesen sagenhaft rasch vergangenen 20 Jahren? Also eine Mischung aus Vorfreude, Neugier Rueckblick und Gegenwartsbilanz (also doch nicht ganz so einfach...?). Naja, dann bin ich da also am Freitag mit einer gewissen Unsicherheit zum "Vorgluehen" ins Schiff gegangen. Was, wenn ich ins Schiff komme, und keiner kennt meinen Namen oder so aehnlich? Aber dann fand ich es einfach nur schoen die altbekannten Gesichter zu sehen. Nun sollte die "Huerde" (was, wenn mich kaum noch jemand kennt?) fuer Samstagmorgen gar nicht mehr so gross sein. Und so war es dann auch. Die Namen waren mir nicht immer present, die Gesichter jedoch fast immer. Immer wieder war ich auch erstaunt ueber den unglaublichen Einsatz des Organistationsteams. Ich fand die Gespraeche nach so vielen Jahren richtig schoen. Fuer mich sind die Stunden wie im Fluge vergangen und der Samstag haette gerne mehr Stunden haben koennen. Thomas, Uwe, Joachim und Ralph haben uns wirklich ein buntes Programm geliefert. Und auch hier moechte ich einfach nochmals ein grosses Dankeschoen sagen fuer diesen wahnsinnigen Arbeitsaufwand. Ihr habt uns wirklich ein super tolles Wiedersehen und ein wunderschoenes Fest ermoeglicht - Danke!!! Ich haette noch so gerne mit dem einen oder anderen gesprochen, aber dies ist nur ein weiteres Zeichen fuer die Guete eines Festes. Als ich dann am Sonntag im Zug Richtung Hamburg sass, ist doch das eine oder andere Laecheln ueber mein Gesicht gehuscht beim Gedanken an das schoene Fest.

Liebe Gruesse aus dem Norden, Astrid

Dienstag, 17. Juni 2008

Musikantenstadl

Habt Ihr in den beiden letzten Wochen nicht irgendetwas vermisst? Ist da nicht kürzlich etwas an Eure Ohren gedrungen, was Euch so sehr genervt hat, dass es fast schon wieder gut war? Damit Ihr nicht allzu sehr aus der Übung kommt, habe ich hier noch einmal etwas aus unserem Fundus gepostest, was Euch bestimmt wieder ganz schnell und ganz leicht ins Ohr geht. Die Melodie hat ja auch wirklich etwas. Das hat auch unser Chefmusiker Andreas W. erkannt, der das Ganze wie folgt kommentiert hat: "zwei Töne, toll." Ich hoffe, dass Ihr ein bisschen Spass damit habt und wette, dass der eine oder andere morgens auf dem Weg zur Arbeit hin und wieder diese Melodie vor sich hinsummt ...

Sonntag, 1. Juni 2008

Impressionen

Nun ist das grosse Fest vorbei ... Ich fand es unglaublich, wieviele von Euch gekommen sind und wie schnell dann das Eis gebrochen ist. Es war fast ein bisschen wie früher ...

Leider konnten doch einige nicht dabei sein, die sich bereits eifrig danach bei mir erkundigt haben, wie es denn nun gewesen ist. Um hier nicht nur meine eigene Meinung, sondern ein möglichst breites Bild wiederzugeben, wäre es wahnsinnig toll, wenn sich der eine oder andere von Euch dazu motivieren liesse, seine eigenen Eindrücke in Worte zu fassen und auf dieser Seite zu veröffentlichen.

Wer Lust und Zeit dazu hat, möge mich das bitte per Mail kurz wissenlassen. Ich unterstütze dann gerne beim Publizieren.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Who Is Who

Fast 50 Ehemalige sind unserem Aufruf gefolgt, uns einen Steckbrief und ein aktuelles Foto zur Verfügung zu stellen. Daraus ist ein eindrückliches "Who is Who" entstanden, das in Form eines Sammelalbums gestaltet ist ("Abini 88"). Einzelne Exemplare des "Who is Who" werden am Samstag Abend ausliegen, nach dem Fest kann dann jeder sein eigenes Exemplar entweder bei uns zum Selbstkostenpreis bestellen oder aber - wem die einfache Variante reicht - das auf dieser Seite bereitgestellte PDF selbst drucken (selbstverständlich ist das PDF mit einem Passwort geschützt, so dass nur Ihr das Dokument öffnen könnt).

Die farbigen Sammelbilder selbst könnt Ihr Euch dann am Samstag bei diversen Gelegenheiten "verdienen". Diese könnt Ihr dann wie beim Original - tauschen, versteigern, verkaufen oder natürlich auch ganz einfach nur einkleben. Wir wünschen Euch bereits jetzt viel Spass dabei!

Mittwoch, 28. Mai 2008

Programm

Am Samstag Abend steigt nun also das grosse Fest: wie bei unserem Abigag vor 20 Jahren, steht das Fest auch dieses Mal wieder unter dem "Oktoberfest"-Motto. Jeder ist herzlich eingeladen, Lederhosen, Dirndl, Hüte oder Gamsbart auszupacken und das Sportheim wiederum in einen bayrischen Biergarten zu verwandeln. Wenn dazu noch Inspiration sucht, sollte sich zwei Einträge weiter unter das Video anschauen. Das Fest beginnt um 18.00 Uhr im Sportheim in Bildechingen. Parken wiederum an der Turnhalle in Bildechingen. Für das Fest selbst haben wir verschiedene Programmpunkte vorbereitet - seid also pünktlich und lasst Euch überraschen! Auch der eine oder andere ehemalige Lehrer hat sich angekündigt. Im Sportheim gibt es zu essen und zu trinken.